Singen als Therapie für Körper, Geist und Seele

von Erich Reichle, Fällanden

„Tausend Künste kann der Teufel,
aber singen kann er nicht;
denn Gesang ist ein Bewegen
unsrer Seele nach dem Licht.“

Max Bewer (1861 – 1921)

Leider wurde das Singen in den letzten 30 Jahren immer mehr vernachlässigt, ja fast geächtet. Heute ist es beinahe verpönt, irgendwo in der Öffentlichkeit ein Lied zu singen.

Singen hat ja mit Gefühl zu tun und hat es deshalb in unserer kopflastigen Gesellschaft schwer. Früher sangen wir zu Hause, in der Schule, im Jugendheim, am Lagerfeuer, beim Wandern, im Zug, in der Beiz, am jedem Fest und natürlich in der Kirche.

Das Singen darf nicht endgültig verloren gehen. Es sollte genauso zum täglichen Leben gehören wie essen, trinken, schlafen, und es ist genauso gesund wie Sport.

Jeden Tag eine Viertelstunde singen ersetzt Arzt oder Apotheker.

Es ersetzt aber auch den Psycho-Therapeuten, und das sollte doch eigentlich die Krankenkassen hellhörig machen. Es ist längst erwiesen, dass das Singen viele Körperfunktionen positiv anregt. So steigert es unter anderem die

  • Gehirntätigkeit
  • Durchblutung
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Herz- und Kreislauffunktionen
  • Endorphin-Ausschüttung (= Glücksgefühl)

Es reguliert ferner die Magensäurebildung, reinigt die Atemwege und hilft gegen Depressionen, wirkt ganzheitlich harmonisierend und heilend. Zudem ist es eine der sinnvollsten Möglichkeiten, die Langeweile zu vertreiben.

Gemeinsames Singen fördert die zwischenmenschlichen Beziehungen. Es verbessert die Kommunikations- und Konzentrationsfähigkeit, wirkt sich positiv auf das Selbstwertgefühl aus und erhöht die soziale Kompetenz. Man hat auch festgestellt, dass musizierende Kinder viel friedlicher sind, sich also das Gewaltpotential verringert.

Es entsteht eine Schwingung, ein Feld, das die ganze Gruppe, den ganzen Raum umfasst und Geborgenheit, Ruhe und Frieden ausstrahlt. Singen ist also ein Anti-Mobbing-Mittel! Singen ist Entspannung, Therapie, Lebenshilfe. Wer singt, fühlt sich wohl.

„Sprich, und du bist ein Mitmensch.
Singe, und wir sind Brüder und Schwestern.“

Wenn das Volkslied aus der Gesellschaft verschwindet, verlieren wir ein wichtiges Kulturgut. Zum Glück sind wieder Bestrebungen im Gange, zu retten, was noch zu retten ist. Noch leben viele, welche die alten Lieder noch kennen und können. Ich gehöre zu dieser Generation und möchte dazu beitragen, das Singen wieder salonfähig zu machen. 


Sing-Runde in Fällanden mit Erich Reichle

Immer mehr Menschen wird klar, dass in unserer Gesellschaft einiges verändert werden sollte. Dazu gehört auch die Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen. Und gerade dazu ist das gemeinsame Singen bestens geeignet.

Also habe ich mir gesagt: Packen wir’s an! Und da ich gerne singe und fast das ganze Leben lang gesungen habe, möchte ich nach dem Ende der „Corona-Krise“ eine wöchentliche 

Sing-Runde für Alt und Jung 

auf die Beine stellen.

Es ist noch nichts Genaues festgelegt, deshalb bin ich noch am Sondieren, wie viele sich wohl dafür begeistern könnten. Natürlich hoffe ich auf reges Interesse!

Folgendes schwebt mir vor:

Eine wöchentliche Singstunde, z. B. Donnerstagabend, verbunden mit nachträglichem gemütlichem, zwangslosem Zusammensein mit Plaudern und Diskutieren.

Lieder-Auswahl: Vor allem Deutsche und Schweizer Volkslieder, dazu italienische, französische, romanische und englische Lieder. Alles schöne Lieder, einfach zu singen.

Ich bringe die Liedertexte mit und begleite auf der Gitarre.

Gerne erwarte ich Anfragen und provisorische Anmeldungen per Telefon oder Mail. Mach doch einfach mit und lass dich von dem gemeinsamen Erlebnis mitreissen! Du musst kein Profisänger sein, denn das sind die anderen auch nicht. Aber ich weiss, dass du eine wunderbare Erfahrung machen wirst. Gemeinsames Singen entspannt, macht froh und harmonisiert Körper, Geist und Seele!

Erich Reichle, Langäristrasse 1, 8117 Fällanden

Tel. 044 825 15 89,    reichle@ggaweb.ch

PS: Wer Lust hat, kann sich auch bei mir melden, einzeln oder in einer kleinen Gruppe, und ich gebe eine lockere „Gesangsstunde“ als Vorübung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert