Fernsehtipp

DOK: Biodiversität in Gefahr – Was tun?

von Vreni und Emil Haldi, Fällanden

Hinweis auf eine wichtige DOK-Sendung vom Donnerstag, dem 04.06.2020 im SRF 1 um 20:05 Uhr.

Die Sendung zeigt Anregungen, wie man selber im Kleinen (z. B. auf dem Balkon) einen Beitrag leisten kann. Anschliessend folgt eine Sendung über die schöne Welt der letzten Wiesen.

2 Antworten auf „Fernsehtipp“

  1. Herzlichen Dank für den Fernsehtipp zur DOK-Sendung “Biodiversität in Gefahr – Was tun?”

    Mit Unterstützung vom WWF Schweiz lancierte im Frühjahr 2019 zu diesem brandaktuellen Thema das SRF die Mitmachaktion “Mission B” zur Förderung der Biodiversität und zum Schutz bedrohter Arten. Bienensterben, weniger Vogelarten im Garten und der Landschaft, schwindende Lebensräume für Frösche und Fische etc.: Weltweit sterben immer mehr Arten aus. Mit einer gross angelegten Aktion ermuntert SRF jede und jeden dazu, etwas für die Artenvielfalt zu tun. Auch ein kleines Budget kann bereits nachhaltig Wirkung zeigen – es muss nicht immer teuer sein! Vom Wildblumen-Beet auf dem Fensterbrett bis zur Naturwiese im privaten Garten oder Inseln bis hin zu grossen Flächen im öffentlichen Raum der Gemeinden, wird die Mitmachaktion noch bis im September 2020 laufend mit fachlicher Anleitung und Angabe von Bezugsquellen von geeigneten Pflanzen etc. von SRF mit einem Programmschwerpunkt dazu begleitet.

    Im Mai 2019 wurde in Fällanden eine Einzelinitiative “Zum Schutz der Artenvielfalt – Rettet die Bienen” mit einem beantragten Rahmenkredit von CHF 250’000.- und folgenden Argumenten eingereicht:
    “Die Biodiversität ist heute in einem alarmierenden Zustand. Rund die Hälfte aller Arten und Lebensräume sind heute in der Schweiz bedroht. Dazu gehören insbesondere Insekten wie Bienen, Schmetterlinge, Grashüpfer und Libellen. Bei den Vögeln ist beispielsweise der Bestand an Feldlerchen im Kanton Zürich in den letzten zehn Jahren um die Hälfte eingebrochen, weitere Arten sind praktisch ganz verschwunden. Gemäss kantonalem Umweltbericht 2018 reichen die bisherigen Anstrengungen für eine Trendwende nicht aus. Die Gemeinden verfügen auf lokaler Ebene – auch in Zusammenarbeit mit den Naturschutzvereinen und gemeindeeigenen Naturschutzkommissionen – über eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die Artenvielfalt zu fördern. Revitalisierte Gewässer, wertvolle Wälder und aufgewertete Waldränder, artenreiche Wiesen und Grünflächen mit einheimischen Pflanzen, Dach- und Fassadenbegrünungen, standortgebundene Bepflanzungen auf privaten Grundstücken, vernetzende Elemente wie einheimische Hecken und Baumreihen, begrünte Strassenränder, Feuchtgebiete und Moore, entsprechende gut informierte Gemeindeangestellte und Bewohnerinnen und Bewohner tragen allesamt zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt bei. Die Gemeinden rund um den Greifensee, dessen Schutzgebiet für den Erhalt seltener Vogel- und Pflanzenarten von enormer Bedeutung ist, sind im Verband zum Schutz des Greifensees sowie in der Greifenseestiftung vereint. Es kann sich daher anbieten, dass sie ihre Anstrengungen zum Erhalt und Förderung der Biodiversität auf ihrem Gemeindegebieten mit den anderen Ufergemeinden koordinieren.” (Auszug aus dem Protokoll des Gemeinderates Fällanden vom 09. Juli 2019).

    In der Gemeinde Egg, welche auch als Mustergemeinde zur Meinungsbildung zum Thema Einheitsgemeinde bereits von den Behörden von Fällanden im 2019 konsultiert und eingeladen wurde, wird das Projekt “Mission B” auch im Verbund “Naturnetz Pfannenstil” gemeinsam mit weiteren 11 umliegenden Verbunds-Gemeinden seit Anbeginn unterstützt. Egg hat darüber hinaus noch einen Wettbewerb auf Gemeindegebiet lanciert. Die Bevölkerung wird eingeladen, Massnahmen zur Förderung der Biodiversität umzusetzen und die entstandenen Flächen auf der Karte von “Mission B” einzutragen. Im Wettbewerb werden dann mit einer Jury und Preisgeldern für den 1. – 3. Platz Gutscheine von umliegenden Gärtnereien im Wert von 100.- bis 300.- vergeben. Eine schöne und sinnvolle Idee! Mit diesem Wettbewerb hat die Gemeinde Egg schon früh die Initiative zur Einbindung der Bevölkerung ergriffen und zwar auf eine motivierende Art und Weise und hat damit gleichzeitig bewiesen, dass Engagement und Wirkung auch kostengünstig abgeholt und erreicht werden können!

    Es bleibt zu hoffen und zu wünschen übrig, dass der positive Funke auch in diesem Bereich überspringen möge und von den Behörden von Fällanden eine unbürokratische und bürgernahe Haltung aktuellen Themen unserer Zeit gegenüber proaktiv angegangen und Anregungen aus der Bevölkerung dazu künftig persönlicher, koordinierter und rascher aufgenommen werden (siehe auch Beitrag auf Inside “Pflanztröge bei der Post” von Haldi & Bornatico).
    Siehe Link zum Wettbewerb in Egg:

    https://www.egg.ch/_docn/2577515/Wettbewerb_2020_Inhalt_Homepage_05.05.20.pdf

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