Zurück auf Anfang. Nach dem Entscheid des Bezirksrats aufgrund des nicht erfolgten Ausstandes der beiden Gemeinderäte Pierre André Schärer und Maia Ernst steht der Gemeinderat mit seinem Plan eines Ladencafés Pfaffhausen vor einem Scherbenhaufen. Zu viele Ungereimtheiten sind im Vorfeld dieses Geschäftes vorgekommen (nach wie vor ungeklärt ist das Adressenleck seitens der Gemeinde), und dass ein Laden in Gemeindebesitz seit über zwei Jahren leer steht (und damit keine Mieteinnahmen generiert) ist unverantwortlich.
Umso mehr, als der „Inside“-Redaktion ein Schreiben eines Bewerbers an die Gemeindeverwaltung (datiert vom 18. Dezember 2020) vorliegt, der sich offenbar bereits vor zweieinhalb Jahren um die Miete des Dorfladens bemüht hat, um darin – wie es den Anschein hat – einen sehr ähnlichen Laden zu realisieren, wie ihn Gemeinderat Pierre André Schärer möchte (der das Geschäft damals wohl ablehnte mit der Begründung, die Gemeinde sei bereits an einem Projekt). Sollte dies zutreffen, käme der obigen Liste noch ein weiterer unglaublicher Punkt dazu.
Glücklicherweise gibt der Bewerber nicht auf und versucht es nun erneut mit einem Rückkommensantrag, der hoffentlich nicht „verloren“ geht. Natürlich muss die Gemeinde dies prüfen, aber – Bonität vorausgesetzt – wäre nach unserer Meinung ein privater Unter-
nehmer, der Miete zahlt, einer Genossenschaft, die sich in der Findungsphase befindet, vorzuziehen.
Ein weiterer Vorteil: Dieses Geschäft könnte schnell abgeschlossen werden und der Pfaffhauser Laden könnte schon bald eröffnet werden – und man müsste nicht auf eine weitere Gemeindeversammlung warten.
Und sollte es noch immer Begeisterte für einen Quartiertreff Pfaffhausen geben (nachdem sich der Quartierverein Pfaffhausen vor nicht allzu langer Zeit aufgelöst hat), fände man vielleicht im ehemaligen Kindergarten Pfaffenstein auch noch ein Plätzchen.
