Eine Antwort auf „Aus dem Gemeinderat: Erläuterung zur Variantenabstimmung Gemeindeordnung“

  1. Zur aktuellen Information des Gemeinderats Fällanden vom 21. Mai 2021: «Erläuterung zur Variantenabstimmung Gemeindeordnung»

    Wir haben es weit gebracht: es ist nicht mehr möglich, den Stimmberechtigten eine Frage einfach und für jedermann verständlich zu stellen, ohne dass eine Erläuterung nachgeschoben werden muss. Dabei wäre es ja im Falle der Abstimmung über die neue Gemeindeordnung so einfach gewesen:

    Frage 1:
    Wollen Sie die Neue Gemeindeordnung (nGO):
    (zu den Varianten betreffend Artikel IV/2./52 und 53 – RPK oder GRPK – können Sie bei Frage 1a oder 1b Stellung nehmen)
    JA oder NEIN oder leer

    Wenn Sie die nGO wollen:
    Frage 1a:
    wollen Sie in der nGO eine RPK?
    JA (oder NEIN) oder leer

    Frage 1b:
    wollen Sie in der nGO eine GRPK?
    JA (oder NEIN) oder leer.

    Das hätte erst mal die Frage geklärt, ob die nGO kommt oder nicht, und – wenn ja – ob mit RPK oder GRPK. Jedes kleinste Computer-Progrämmli funktioniert so.

    Ich kann mich so frei äussern zur nGO und ihr ggf. zur Mehrheit verhelfen, ob ich jetzt die RPK oder die GRPK will. Für letzteres ist die zweite Frage da.

    Bei der gemeinderätlichen Fragestellung habe ich diese Freiheit nicht. Und ich stimme zweimal über die Wahl RPK oder GRPK ab. Beim ausschliesslichen JA bei nGO mit GRPK riskiere ich, dass die JA-Stimmen zersplittert werden (2 x Teilmenge JA) und möglicherweise zu einer NEIN-Mehrheit (Gesamtmenge NEIN) gegen die nGO führen. Die Gemeindeschreiberin unterstellt diesen Bürgern dann «Lieber keine neue Gemeindeordnung als die ungeliebte Variante». Das ist unerhört.

    Wahrscheinlich liege ich falsch, und der Gemeinderat hatte seine Fragestellung juristisch absegnen lassen. Dass ein Normalbürger dafür nicht mehr mitkommt, ist unwichtig.

    • Wohnort: Fällanden

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