Vereinsvorstellung Ikigaido Karate

von Stephan Rickauer, Benglen, Ikigaido Karate

Karate entspringt alten Bewegungsformen aus China und Indien, wurde bereits im letzten Jahrhundert in Okinawa und später in Japan formalisiert. Die ästhetische Tradition der «leeren Hand» lebt jetzt frisch und modern in Fällanden, Benglen und Pfaffhausen weiter.

Rebecca Gross und Stephan Rickauer eröffneten letztes Jahr zusammen mit karatebegeisterten Eltern den Verein Ikigaido Karate. «Uns ist es wichtig, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Liebe zum vielseitigen Karate zu vermitteln. Dabei steht bei uns der gemeinsame Spass am Sport im Vordergrund», sagt die dreifache Schwarzgurt-Trägerin Rebecca, die seit 18 Jahren selbst Karate betreibt und seit über elf Jahren unterrichtet.

Miteinander steht im Mittelpunkt

Verletzungen gebe es selten, meint die amtierende Kantonalmeisterin: «Höchstens ein paar blaue Flecken. Karate lehrt uns vor allem die Kontrolle über Körper und Geist.» Nicht der Kampf stünde im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Miteinander und die Arbeit an sich selbst. «Es gibt so viele Facetten zu entdecken: Kata, also die Bewegungsform ohne Gegner, Kumite, die diversen Kampfformen und natürlich die Grundschule, die uns einiges an Ausdauer und Durchhaltevermögen abverlangt.» Realistische Selbstverteidigungs-Techniken werden erst bei Jugendlichen und Erwachsenen unterrichtet.

Konditionelle und emotionale Substanz

Wettkampfteilnahmen würden zwar aktiv gefördert, seien aber immer freiwillig. Als ganzheitliches Trainingskonzept, gemäss «Jugend und Sport», fördert der neue Verein Ikigaido Karate die konditionelle und emotionale Substanz. «Wir entwickeln koordinative sowie mental-taktische Kompetenzen, indem wir anspruchsvolle Bewegungsformen lernen und Techniken bei realistischen Partnerübungen festigen. Karate eignet sich daher für Jung und Alt gleichermassen», unterstreicht Stephan Rickauer, J+S-Leiter sowie Präsident des Ikigaido Karate. Neben den Breitensport-Angeboten rundet neu auch eine Leistungssport-Gruppe das Angebot ab. Aktuell trainieren vier Athletinnen und Athleten für die Schweizermeisterschaft am 5. und 6. Juni in Sursee.

Inzwischen sind die Kinderklassen von 5 bis bis 10 Jahren regelmässig ausgebucht. Wer hier einen Platz sucht, kann sich auf der Ikigaido-Website auf eine Warteliste eintragen. Für Jugendliche ab 10 Jahren und Erwachsene sind aktuell noch Plätze frei! “Erwachsene meinen immer, Karate sei etwas für fitte, starke Männer. Ich selbst habe völlig unfit erst mit Mitte dreissig angefangen und an Rebecca sieht man, dass Frauen hier im Verein den Ton angeben.” lacht Stephan.

Inzwischen zählt der Verein über 50 Schülerinnen und Schüler, die in allen drei Turnhallen in Fällanden, Benglen und Pfaffhausen trainieren. Es wird stufengerechtes Training für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Kinder ab fünf Jahren können starten, nach oben gibt es keine Grenzen. Weitere Informationen findet man auf der Vereins-Website.