Kleinhirn II

Am 28. November 2018 sprach die Gemeindeversammlung einen Kredit in der Höhe von CHF 100’000 für die Sanierung der Pfadihütte Kleinhirn im Bruggacher. Es wurde dann ein Neubau, erstellt durch einen Fällander Zimmermann.

Mitte November 2019 wurde das Gebäude der Pfadi übergeben zur Ausführung der vereinbarten Fertigstellung in Eigenleistung.

Im Jahresbericht 2019 lobte die Vorsteherin Liegenschaften des Gemeinderates ausser sich selbst auch die professionelle Zusammenarbeit etc. sowie den «pädagogischen Effekt» des «learning by doing» bei den Jugendlichen. «Nun wird mit viel Herzblut der Innenausbau vorangetrieben mit dem Ziel, ab Frühling 2020 wieder in den geordneten Pfadibetrieb übergehen zu können.»

Geht man nun fast zwei Jahre später am Kleinhirn II vorbei, muss man ernüchtert feststellen, dass hier sowohl learning als auch doing sehr bescheiden ist: die Pfadihütte ist weit davon entfernt, benützbar zu sein.

Ein weiteres Beispiel, wie der Gemeinderat seiner Verantwortung kaum nachkommt. Hunderttausend Steuerfranken sind ein stattlicher Betrag, der einen gewissen Druck rechtfertigen könnte, die Arbeit der Pfadis eng zu begleiten mit entsprechenden Vorgaben.

Wir tun den Jungen keinen Gefallen, wenn wir Ihnen eine Pfadihütte gratis hinstellen und dann wegsehen, wenn sie nicht in der Lage bzw. willens sind, durch Eigenleistung den Zeitplan umzusetzen. Damit lernen sie etwas ganz anderes als oben beabsichtigt.

Roland Baldinger

PS: Ich war über zehn Jahre engagierter Pfadi; ich bin dankbar, dass man von uns damals mehr forderte.