von H. U. Gfeller, cand. Bewohner Alterszentrum Sunnetal, Fällanden
Wohl niemand kann ernsthaft ein so wertvolles Sozialprojekt auf dem Areal der kath. Kirche in Fällanden als Idee in Frage stellen! Familien mit schwerkranken Kindern verdienen jede nur mögliche Unterstützung. Auch ich teile diese Haltung.

Bildquellen – Architektur: APB Architekten AG, Uster / Visualisierung: Raumgleiter AG, Zürich
Beim geplanten Hospiz mit einer Baumasse eines grösseren Mehrfamilienhauses, stellt sich nun doch die Frage, ob dies wirklich der einzig richtige Standort für das Projekt in Fällanden sei? Der 3-geschossige dominante Bau, Bauhöhe 10.45 m, gegenüber Schulareal und Alterszentrum Sunnetal – bei einem minimalen Grenzabstand von weniger als 5 m – geht eindeutig zulasten von Schule und Alterszentrum. Sie beide verlieren Besonnung, aber auch Ruhe und Grünräume durch grossflächige Parkfelder für BesucherInnen und MitarbeiterInnen. Die dauernde Vollbelegung des Alterszentrums wird durch Verlust von Sonne und Aussicht noch schwieriger. Es kommt dazu, dass die Bauhöhe des Kinderhospiz sowohl Kirche wie Alterszentrum deutlich überragt. Die bauliche Prägnanz der Kirche und ihre feingliedrige Wirkung ginge durch das Hospiz verloren.
Auch vom Greifenseenaturschutzgebiet her betrachtet, nimmt der eher fabrikähnliche Baukörper zu wenig Rücksicht auf das Dorf- und Quartierbild. Ich schlage deshalb drei Bereiche vor, die im Rahmen des Verfahrens zur Baubewilligung sorgfältig zu prüfen sind:
- Verzicht auf 3. Baugeschoss (mit Rücksicht auf Dominanz zu Kirche und Alterszentrum).
- Weglassen der überdimensionierten Zufahrten und Parkflächen durch Kompensation in einer Tiefgarage.
- Verschieben des Hauptbaukörpers um mindestens 5 – 7 m gegen Osten (dadurch Verminderung der Lärmklagen ausgehend vom roten Spielfeld der Schule und deutliche Verbesserung der Besonnung (Morgensonne) gegenüber Alterszentrum der Gemeinde.
Der Gemeinderat und die Baubehörden tragen im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht zur neuen Zentrumsplanung gegenüber Schule und Alterszentrum wie auch dem gesamten Dorferscheinungsbild eine hohe Verantwortung. Aktuelle und zukünftige BewohnerInnen des Sunnetal erwarten im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens dorffreundlichere Lösungen.
