von Timothy B. Passanah, Benglen
Am Samstag 28.10. fand die (dem Vernehmen nach schon gut vierzigjährige Tradition) Waldbegehung in Pfaffhausen statt. Die Vereinspräsidentin Maja Hohl gab nach kurzen Einleitungsworten die Leitung durch den Nachmittag weiter.

Der erfahrene und langjährige Förster Urs Kunz führte dann zusammen mit Rita Niederöst (stellvertretend für den leider erkrankten Stefan Zoller, Co-Präsident Naturschutzverein) und Ruedi Maurer eine muntere Schar an Flora und Fauna Interessierte auf einen kurzweiligen Rundgang durch gemeindeeigene und private Wald- und Landschaftsparzellen. Alle drei haben sich thematisch gut ergänzt und besondere Hinweise und spannende Erklärungen u. a. auch zur Entstehungsgeschichte des neu angelegten Buckweiher (nur eines der vielen positiven Ergebnisse aus der Biodiversitätsinitiative) geben können.
Besonders lehrreich und spannend waren die Erläuterungen von U. Kunz. Er berichtete u. a. über Neophyten, die ihm sein Leben als Waldhüter und -pfleger schwer machen (das windende Geissblatt, Kirschlorbeeren oder die Armenische Brombeere – alle sind invasive Arten, die die Natur schädigen indem sie die Artenvielfalt bedrohen). Kunz berichtete auch über den anstehenden Holzschlag, die farbigen Markierungen an den zum Fällen gekennzeichneten Stämmen, von farbenblinden Forstwarten, oder welche der drei vorkommenden Ahornarten als Nutzholz am lukrativsten ist und noch vieles mehr.
Überraschen war zu erfahren, dass es auch eine Waldecke gibt, die als Waldfriedhof für die letzte Ruhestätte von Haustieren gewerblich genutzt wird. Auf dem Weg wurden unter den Teilnehmenden aber auch ganz andere und persönliche Gespräche geführt. Nicht nur für die Anwesenden sondern auch für den Förster war es ein Höhepunkt, dass er auf eine (noch) einzelne orchideenähnliche Jungpflanze hinweisen konnte. So bietet jede Waldbegehung auch für ihn immer wieder Überraschungen.
Wie so oft, wenn eine Veranstaltung spannend und begeisternd ist, verfliegt die Zeit wie im Fluge und so kam der Rundgang nach gut zwei Stunden in der Waldhütte Lohholz zum einstweiligen Ende. Dort übernahm die Vereinspräsidentin M. Hohl wieder das Zepter und konnte feststellen, dass die Helfenden im Hintergrund die Zvieriwurst, Getränke, Kuchen und Kaffee für das gut genutzte Beisammensitzen bereit hielten und sich auf die Gäste freuten. Es wurde positiv vermerkt, dass sogar drei Gemeinderäte in verschiedenen Funktionen u. a. auch als im Hintergrund agierender Gast anwesend waren.
Für den sehr gelungenen Freiluftanlass, die viele freiwillig geleistete Arbeit und den Imbiss bedanke ich mich bei allen Involvierten und Verantwortlichen des Hüttenverein Pfaffhausen bestens.
Es war toll und hat Spass gemacht – merci beaucoup!
