Vor 14 Tagen traute ich meinen Augen nicht, als vor mir beim täglichen Hundespaziergang abends in der Stocklen (Naturschutzgebiet) ein ca. 5 cm grosses «Fabelwesen» über den Flurweg lief.

Auf Grund der gemachten Fotos handelt sich um eine Maulwurfsgrille (eine Heuschreckenart), die in Europa gemäss Recherchen heutzutage sehr selten anzutreffen ist. Diese können pro Nacht bis zu 40 Meter unterirdische Stollen bauen; sie können aber auch ebenso gut schwimmen. Normalerweise fressen sie Würmer und Engerlinge. Wenn von diesem Futter zu wenig vorhanden ist, dann betreiben sie unter Artgenossen auch Kannibalismus oder fressen, sehr zum Leidwesen von Gärtnern, auch Pflanzen.
Die Männchen werden von uns akustisch durch Grillen wahrgenommen: Damit locken sie Weibchen im Frühjahr zur Paarung an. Auch wenn dieses Lebewesen ein «potentieller Schädling» sein kann, so fasziniert mich sein Aussehen sehr und es kommt mir vor wie eine imposantes Wesen aus längst vergangenen Zeiten.
