vom Verein Bürgerinitiative Fällanden
Die Lektüre des erhellenden Beitrags der Bürgerlichen Interessengemeinschaft für gesunde Gemeindefinanzen Fällanden IGfgGF erinnert an die Geschichten von Wilhelm Busch, insbesondere an Max & Moritz:
«Ach was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hiessen. Die, anstatt durch weise Lehren sich zum Guten zu bekehren, oftmals noch darüber lachten und sich heimlich lustig machten.»

Im Gegensatz aber zur Geschichte von Wilhelm Busch endet das Treiben in Fällanden nicht mit dem 7. Streich sondern die Streiche des Fällander Gemeinderates haben das Motto «Fortsetzung folgt».
Jetzt will der Gemeinderat Fällanden eine gedruckte Zeitung lancieren und so die Bevölkerung direkter und intensiver bearbeiten zu können. Dazu hat die «Bürgerinitiative Fällanden» ein paar grundsätzliche Gedanken: Wir haben in einem Staat drei Staatsgewalten: Legislative, Exekutive und Judikative. Die Vierte Macht ist im System der Gewaltenteilung die nicht staatliche Presse bzw. die Medien. Wozu es führt, wenn der Staat auch Propaganda macht, zeigen die braunen Jahre in Deutschland von 1933 bis 1945: es gab ein Propagandaministerium und alle Medien waren gleichgeschaltet. Damit ging auch die Freiheit verloren und die Diktatur führte nicht nur Europa in die Katastrophe des 2. Weltkriegs. Die Verhältnisse von damals können mit der heutigen Situation zwar nicht direkt verglichen werden, aber das Ignorieren von grundlegenden Prinzipien unseres Staatsverständnisses sollten uns alle nachdenklich machen.
Das Beispiel «Maurmer Post» zeigt deutlich, wohin es führt, wenn sich die Behörden publizistisch betätigen und das Primat der Politik den Inhalt eines Mediums beeinflusst. Wir erinnern uns an den Familienstreit in Maur, der zu einem Totschlag führte, über den in der «Maurmer Post» berichtet wurde und dies zum Missfallen der Gemeindeautoritäten. Es kam zum Streit, die Redaktion wurde entlassen bzw. kündigte und die Gestaltung wurde an ein externes Redaktionsbüro in Zürich ausgelagert. Die «Maurmer Post» kostet gemäss Medienberichten den Steuerzahler über 500’000 CHF pro Jahr. Jetzt hat aber die «Maurmer Post» Konkurrenz erhalten: seit Januar 2025 gibt es die «Maurmer Zeitung». Also zwei Zeitungen für die gleiche Gemeinde! Ist so etwas sinnvoll? Wir haben in Fällanden, Dübendorf, Volketswil und Schwerzenbach den Glattaler als amtliches Publikationsorgan. Jeder Verein kann seine Anliegen Kund tun, jede Privatperson kann dort Leserbriefe schreiben und sich äussern. Im Glattaler gibt es auch interessante Beiträge über die Nachbargemeinden, über Sport und Kultur. Auch die Politik kommt nicht zu kurz. Wenn es den Glattaler nicht mehr gäbe, dann hätten wir wirklich nur noch staatliche Propaganda und keine freie Presse mehr. Gutes Beispiel ist der Artikel im Glattaler vom 9. Mai 2025 über die Ersatzwahl der RPK mit dem Titel «Postenschacher in Fällanden?» Dieser Artikel wurde von uns lanciert. Wir haben David Marti über die Situation in Fällanden informiert. Er hat recherchiert, ein Interview gemacht und den Artikel geschrieben. So funktioniert professioneller Journalismus. Deshalb empfehlen wir den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, diese neue Idee des Gemeinderates nicht zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass auch dieser «Streich» schnell ein Ende hat.
Seit Jahren beobachten viele Einwohnerinnen und Einwohner eine unglückliche politische Entwicklung in der Gemeinde. Bedürfnisse und Anliegen der Bürger werden nur selektiv wahrgenommen: es wird vor allem Klientelpolitik betrieben nach dem Motto, wer uns wählt, der wird belohnt. Es werden Projekte und Ideen angekündigt, die weit weg von den Bedürfnissen, Anliegen und Sorgen der Bevölkerung liegen. Wichtige Probleme (Verkehr, Schulplanung, Finanzen, Infrastruktur) werden verschoben und verzögert. Anstatt zu handeln werden immer wieder neue teure Projektstudien in Auftrag gegeben, die dann nicht mehr weiterverfolgt werden, somit veralten und dann wieder neu gestartet werden müssen. Es ist höchste Zeit für eine Veränderung in unserer Gemeinde. Deshalb wurde der Verein «Bürgerinitiative Fällanden» gegründet. Wir wollen eine grundlegende Veränderung und suchen deshalb Kandidaten für den Gemeinderat, die Schulpflege und die Rechnungsprüfungskommission für die Neuwahlen im April 2026. Fällanden braucht Fachkompetenz in den Behörden auf allen Stufen. Intelligenz, gesunder Menschenverstand, Ehrlichkeit, Offenheit und konsequentes Handeln sind wichtig und vor allem Unabhängigkeit. Wir sind parteilos, wir sind unparteiisch und wir wollen auch eine Veränderung im gegenseitigen Umgang: Zuverlässigkeit, Wahrhaftigkeit, Konsequenz und Respekt gegenüber allen Menschen sind unsere Leitsätze. «Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen», sagt ein chinesisches Sprichwort. Wir wollen nicht nur Windmühlen bauen, sondern auch Brücken um die Gemeinsamkeiten und den Zusammenhalt in der Gemeinde zu stärken. Wer interessiert ist und mitmachen möchte, findet uns auf der Vereinsliste der Gemeinde Fällanden (E-mail: buergerinitiative.faellanden@gmail.com).