Passfahrt auf dem Arbeitsweg

Eine Glosse

Es gibt diese kleinen Alltagssituationen, die so absurd sind, dass man sie kaum glauben möchte. Zum Beispiel, wenn das Tiefbauamt vom Kanton Zürich beschliesst, eine Bushaltestelle um ein paar Meter zu versetzen. Klingt harmlos. Ist es aber nicht. Denn für die Velofahrer bedeutet diese „kleine Anpassung“ ein unfreiwilliger Umweg.

Statt wie bisher gemächlich auf der gewohnten Strecke zu fahren, werden sie nun den Bollenrütiweg herauffahren müssen. Man könnte fast meinen, das Tiefbauamt wolle die Velofahrer mit dieser «Tour de Bruggacher» fit halten.

Die Bushaltestelle wird ein paar Meter verlegt. Busse halten, Türen gehen auf, Fahrgäste steigen bequem aus – während wenige Meter weiter die Radfahrer nach Sauerstoff schnappen und überlegen, ob sie nicht doch aufs E-Bike umsteigen sollten.

Aber man will ja nicht meckern. Vielleicht gibt es bald eine Bergwirtschaft und Fällanden verkauft Souvenirpostkarten vom neuen „Chalenpass“. Ein Pass, den niemand erklimmen wollte – und den doch während den kommenden Bauarbeiten jeden Tag hunderte Velofahrer bezwingen müssen.

Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 1. September, und dauern bis Ende Oktober 2025.
Weitere Infos…

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert