Laut dem Anzeiger von Uster vom 6. September 2025 wurde zwei Jahre nach Einsetzung einer ad-hoc-Kommission mit wechselnden Redaktoren eine neue Chefredakteurin gewählt, die zufällig im nächsten Jahr in unserer Gemeinde Fällanden ihren Wohnsitz nehmen wird. Die Kommission wurde damals eingesetzt, weil sich die Bevölkerung dagegen wehrte, dass die Exekutive die Maurmer Post an ein privates Unternehmen übertragen wollte; die Gemeinde hatte immerhin jährlich bis zu 300’000 Franken in die Zeitung investiert.

Die Veröffentlichung über ein Tötungsdelikt in der sonst friedlichen Gemeinde Maur führte zum Zerwürfnis und damit zum Rücktritt des damaligen Chefredakteurs, was auch das Ende der ersten bezahlten Kommission bedeutete. Inzwischen hat der Maurmer Gemeinderat eine neue Kommission gebildet.
Wie auch in anderen Gemeinden stellt sich in Maur das Problem, dass bei durch die Exekutive bezahlten Printmedien keine kritischen Artikel gegen den Gemeinderat geduldet werden – man fungiert eher als Dorfzeitung mit amtlichen Publikationen. Dazu meint der Anzeiger von Uster: «Kritische Artikel (…) haben künftig keinen Platz mehr in der Gemeindezeitung. Dies hat der Gemeinderat Ende Februar entschieden.»
Parallel dazu gibt es in Maur die MaurmerZeitung, ein Organ, das sich finanziell unabhängig vom Gemeinderat organisiert hat und sowohl als Printmedium als auch quartalsweise online erscheint.
Wir sind gespannt auf die Fortsetzung dieser Story.
