Die Gemeindeversammlung wurde gestern leicht verspätet um 19:37 vom Gemeindepräsidenten Tobias Diener in der mässig besetzten Zwickyfabrik eröffnet. Die Ursache der Verspätung war ein Unfall in der Nähe der Brandholzweg. Teilnehmende von Benglen und Pfaffhausen mussten sich auf eine längere Stauzeit einstellen.

84 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nahmen an der Gemeindeversammlung teil. Die Traktandenfolge wurde unverändert angenommen.
Traktandum «Umnutzung und Erweiterung Liegenschaft Maurstrasse 25, Fällanden», Bewilligung Projektierungskredit
Im Wesentlichen soll das alte Lehrerhaus, ehemals auch Gemeindehaus, saniert und mit einem Ergänzungsbau erweitert werden.
Die zuständigen Gemeinderäte Ueli Hohl und Rita Niederöst stellten die Machbarkeitsstudie vor und begründeten den Bedarf an Tagesstruktur- und Schulräumen. Es sei mit bis zu 15% Schülerzuwachs im Glattal bis 2040 zu rechnen. Fällanden hinke bei Angeboten im Bereich der Tagesstrukturen hinterher und die Nachfrage könne nicht gedeckt werden.
Die RPK unterstütze den Projektierungskredit.
Die Diskussion war eröffnet und nach anfänglichen Zögern nutzen diverse Votanten ihr Recht.
Ein Votant bemerkte, dass für dieses Projekt 10 Architekten in der ersten Phase teilnehmen sollen. Der Leiter Liegenschaften bemerkte, dass eine Reduktion auf 5 Architekten lediglich eine Reduktion von 40’000 CHF gebracht hätte.
Ein weiterer Votant hatte starke Bedenken an der Schulraumplanung. Was sich in den letzten Jahren alles so kurzfristig verändert habe, widerspreche einer klaren und gradlinigen Planung. Der Projektkredit solle abgelehnt werden.
Weiter wurde der Antrag auf einen Neubau eingebracht. Nach Ausage des Gemeindepräsidenten könne dieser Antrag in der Form nicht gestellt werden. Dies erfordere eine Rückweisung, was der Votant auch akzeptierte.
Weiter wurde der Wettbewerb kritisiert, da es andere Möglichkeiten der Ausschreibung gäbe. Bei einem Wettbewerb seien die Urheberrechte ein Knackpunkt und sie müssen bei der Ausschreibung bereits geklärt sein. Fällanden habe beim Alterszentrum seinerzeit eine grosse Lehre ziehen müssen.
Weiter wurde von einem Votant einbebracht, dass das Projekt auch Parkplatzmöglichkeiten zu schaffen habe (Stichwort Tiefgarage). Seitens Naturschutz wurde bemerkt, dass sich auf dem geplanten Gelände wertvolle Baumbestände seien und diese nicht zu gefährden sind.
Eine besorgte Mutter bemerkte, dass jetzt die Räume jetzt benötigt würden und Verzögerungen fehl am Platze seien.
Als erstes wurde über den Rückweisungsantrag entschieden. Mit 28 Ja und 50 Nein wurde er abgelehnt.
Der Projektierungskredit wurde letztendlich mit 56 Ja-Stimmen bewilligt.
Traktandum «Genehmigung von Budget 2026 und die Feststetzung des Steuerfusses
Dies wurde von Gemeinderat Heinz Rüegsegger vorgetragen. Die RPK unterstütze Budget und Steuerfuss. Sie war jedoch der Überzeugung, dass die Einnahmen durch Grundstücksteuer zu hoch angesetzt seien.
Die Zahlen schlugen keine grossen Wellen. Eine Diskussion wurde nicht verlangt.
Das Budget 2026, sowie der gleichbleibende Steuerfuss von 99% wurden genehmigt.
Anfragen nach § 17
Am Schluss kamen die Anfragen nach § 17 des Gemeindegesetzes zu Anwendung. Es waren Fragen zum Asylwesen (Kosten) und Sicherheitsbedenken (Vorfall in Benglen). Es erforderte Geduld bei der Verlesung von Fragen und Anworten.
Die Versammlung endete um 21:17 Uhr und der Apéro nahm seinen gewohnten Verlauf.
Der Rückweisungsantrag wurde mit 50 Nein und 28 Ja abgelehnt und nicht umgekehrt wie im Bericht der Redaktion. So steht es im Glattaler.
Danke, Harry
Wir schätzen aufmerksame Leser.
Ist nun korrigiert (fette Markierungen).
Im Namen der Redaktion