Ein Dorf gerät unter die Räder – Planungsscherz oder bitterer Ernst?

von H. U. Gfeller, Mitbegründer AWS, Fällanden

Eigentlich kenne ich niemanden in Schwerzenbach, der den gewachsenen dörflichen Charakter des Dorfes in Frage stellen oder sogar zerstören möchte. Im Gegenteil, die grosse Mehrheit der Bevölkerung ist sich darin einig, dass der gewaltig gewachsene Verkehrsstrom im Glattal durch sanfte Massnahmen in Zukunft zu beruhigen wäre.

(Symbolbild)

Was hier mit der nun vorliegenden Planung der kantonalen Planer zur Ortsdurchfahrt Schwerzenbach beabsichtigt wird, ist eine totaler Frontalangriff auf die noch vorhandene Wohnqualität  unserer Dörfer. Noch schlimmer, was in Schwerzenbach geschehen könnte, droht auch in Zukunft in vielen anderen Landgemeinden des Kantons. 

Es ist offensichtlich, die Planer der kantonalen Verwaltung pflegen weiterhin ein Verkehrsleitbild aus den frühen 70-ziger Jahren, das damals einem ungebremsten Verkehrswachstum auf unseren Kantonsstrassen huldigte. Diesen Irrweg dürfen wir nicht beschreiten.

Dank engagierten Gemeindebehörden wie auch entschlossenen EinwohnerInnen hoffe ich, dass solche unsinnigen Planungsabsichten letztlich auch wegen knappen Finanzen des Kantons nochmals überdenkt werden. Eine autobahnähnliche Dorfdurchfahrt in Schwerzenbach – wie auch in anderen Dörfern des Glattals – wäre an Absurdität kaum zu übertreffen.

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