von Mario Solis, Vater von vier Kindern aus Pfaffhausen
Am Dienstagabend, 19. Mai 2026, ging es in der Zwicky-Fabrik Fällanden um Neue Autorität. Donat Rade hat dabei kein einfaches Erziehungsrezept vorgestellt, sondern eine Haltung: Erwachsene sollen präsent bleiben, auch dort, wo Beziehung schwierig wird. Für mich war das der Kern des Abends.

Neue Autorität bedeutet, Kinder nicht allein über Regeln, Druck oder Sanktionen zu führen. Sie setzt auf Präsenz, Klarheit, Selbstkontrolle, Beziehung und ein tragfähiges Netz von Erwachsenen. Das klingt ruhig. Im Alltag ist es anspruchsvoll.
Als Vater habe ich gemerkt, wie persönlich dieses Thema ist. Man hört über Erziehung, denkt aber plötzlich an die eigene Kindheit, an die eigenen Kinder, an Konflikte zuhause, an Momente von Überforderung und an die Frage, wie man als Erwachsener präsent bleibt, ohne hart zu werden.
Gleichzeitig hat der Abend für mich auch eine schulische Dimension. Schule ist nicht nur ein Ort von Regeln und Zuständigkeiten. Sie ist Teil eines Beziehungsnetzes zwischen Kindern, Eltern, Lehrpersonen, Schulleitungen und Behörden. Gerade deshalb lohnt sich die Frage, wie Neue Autorität in Fällanden konkret gelebt werden kann.
Ich habe dazu einen persönlichen Text geschrieben. Mich interessiert, wie andere Eltern, Lehrpersonen und Menschen aus Fällanden dieses Thema erleben.
