von Rolf Finschi, Fällanden, seit 2014 Mitglied der Tiefbau- und Werkkommission
Aussagen von Hans Peter Diethelm:
- Strom und Wasser > würden unnötig massiv verteuert –> unbelegte Behauptungen
- Schnittstellenprobleme zwischen Gemeinde und AG > unnötig verteuert, Effizienzverlust –> existieren nicht, deshalb keine Mehrkosten und Effizienzverluste
- Finanzierung > sinnlos verteuert –> unbelegte Behauptung
- Haftung > einzig beim Steuerzahler, ohne Mehrwert und ohne demokratische Mitsprache–> aktuell haftet die Gemeinde vollständig; bei einer AG subsidiär. Zudem haften die Verwaltungsräte. Mitsprache ist schon jetzt eingeschränkt (Stichwort «gebundene Kosten»).
Details können meiner umfangreichen Replik vom 17. Mai 2026 entnommen werden.
Lieber Hans Peter
Es ist mir ein Anliegen, zwei deiner Feststellungen zu korrigieren.
Deine Feststellung 2: «Politische Kontrolle durch politische Kommissionen»
Du nennst als Beispiel das St. Galler EW Uznach AG (mehr als 500 Aktionäre, d. h. keine gemeindeeigene AG, Geschäftsbericht 2025 EW Uznach AG) und vergleichst deshalb Äpfel mit Birnen.
Wie bei jeder AG sind Verwaltungsrat und Geschäftsleitung für die Führung verantwortlich.
Eine zusätzliche, vom Gemeinderat bestimmte politische Kontroll-Kommission (Werkkommission, Energiekommission…) gibt es nicht.
Die von dir zitierte Energiekommission in Uznach wird vom Gemeinderat eingesetzt und berät und unterstützt diesen bei Energiefragen (Energiekommission Uznach, Mitglieder Energiekommission).
- Sie hat keine Kontrollfunktion gegenüber der AG. Dass der Geschäftsführer des EW (Schönenberger Patrick) als normales Mitglied Einsitz nimmt, macht Sinn.
- Deine Aussage «Die Werkkommission Fällanden bleibt somit bestehen» ist falsch,
- Die Tiefbau- und Werkkommission wird bei einer Ausgliederung der Werke aufgelöst.
Die Aufgaben übernimmt der Verwaltungsrat - Es kann sein, dass es für die verbleibenden Teile (Abwasser, Abfall) eine andere Kommission geben wird.
Deine Feststellung 4: Vergleich «Pfaffhüsli» mit Projekt «Werke Fällanden AG»
Die Causa «Pfaffhüsli» ist schlecht gelaufen. Du vergleichst diese mit dem Projekt «Werke Fällanden AG».
- Dieser Vergleich ist hanebüchen!
- Und eine Beleidigung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Projekt «Werke Fällanden AG» mit Engagement bei der Erarbeitung der Entscheidungsfindung und der Unterlagen tatkräftig mitgearbeitet haben.
Noch einmal: Für die Führung der Werke Fällanden AG sind der Verwaltungsrat (fünf Personen, davon ein Gemeinderat) und die Geschäftsführung verantwortlich, wobei der Verwaltungsrat persönlich haftet.
- Mein Fazit: Ein überzeugtes JA zur «Werke Fällanden AG»

Sehr geehrter Herr Finschi es ist eher unwahrscheinlich, dass es für die verbleibenden Teile (Abwasser, Abfall) eine andere Kommission geben wird, da gemäss Art. 46 der Gemeindeordnung nur die nachfolgend aufgelisteten Kommissionen erstellt werden können:
1. Baukommission
2. Betriebskommission für das Alterszentrum,
3. Grundsteuerkommission,
4. Liegenschaftenkommission,
5. Naturschutzkommission,
6. Sozialkommission.
Bezüglich der geplanten Auflösung der Tiefbau- und Werkkommission sollte deshalb erwähnt werden, dass einige Aufgaben, welche früher in der Kompetenz der Kommission lagen nun vollumfänglich in die Eigenkompetenzen des Gemeinderats übergehen, da diese auch nicht im neu definierten Aufgabenbereich der Werke Fällanden AG liegen. Dies wären z. B.
– Planung, Bau, Betrieb und Unterhalt der Siedlungsentwässerungsanlagen, unter Einschluss der Geschäfte des Zweckverbands ARA VSFM
– Planung, Bau, Betrieb und Unterhalt der Abfallentsorgungsanlagen
– Planung, Bau und Sanierung der Gemeindestrassen und Flurwege
Dazu ist jedoch anzumerken, dass zukünftig gemäss Art. 54a, Abs. 2 der neu vorgesehenen Gemeindeordnung der Gemeinderat die Werke Fällanden AG in separaten Vereinbarungen mit weiteren untergeordneten Aufgaben beauftragen kann. Ob die oben aufgeführten Aufgaben in die Kategorie von «weiteren untegeordneten Aufgaben» fallen, möchte ich jedoch an dieser Stelle nicht beurteilen.
Guten Tag Herr Niederer
Danke für Ihren wichtigen Hinweis.
Die Situation ist nicht neu. Bis vor einigen Jahren waren die gebührenfinanzierten Bereiche Abwasser und Abfall ausserhalb der Abteilung Tiefbau und Werke in zwei verschiedenen Abteilungen angesiedelt.
Beim Abwasser lief es damals mehr schlecht als recht, weil der Abteilungsleiter und der zuständige Gemeinderat ihre Verantwortung nur rudimentär wahrnahmen. Budgetiert wurden jeweils ca. 1 Million Franken aber investiert wurde praktisch nichts. Deshalb nahm der Investitionsstau zu. Nach dem Transfer der Verantwortung in die Abteilung Tiefbau und Werke, wurde der Investitionsstau kontinuierlich abgebaut.
Bei einer Reorganisation der Verwaltung sollten die beiden gebührenfinanzierten Bereiche in derselben Abteilung zusammengefasst werden.
Mit dem neu gewählten Gemeinderat Werner Schwendener (ex Tiefbau- und Werkkommission) hätte man die Gewähr, dass er mit seiner Fachkompetenz die Verantwortung adäquat wahrnehmen könnte.