von Mario Solis, Pfaffhausen
Am Flamingo Fest in Fällanden wurde «Flüüge» zum ersten Mal öffentlich aufgeführt. Zwischen Kindern, Familien, Musik und einer stillen Feier in der katholischen Kirche blieb für mich eine einfache Botschaft:
Wir brauchen einander.

«Flüüge» wurde von Carmen und Marc Sway geschrieben und mit dem Kinder- und Jugendchor der Musikschule Region Dübendorf aufgenommen. Das Lied erzählt von einem Leben, das seine eigenen Wege sucht, manchmal anders als wir es uns vorgestellt haben. Es erzählt von schweren Tagen, von Einsamkeit trotz Menschen um uns herum, von einer Zeit, die stillzustehen scheint und zugleich viel zu kurz sein kann. Aber es erzählt auch von Flügeln, Wind, Leichtigkeit und Gegenwart.
Gerade deshalb passt dieses Lied so stark zum Flamingo Kinderhospiz. Es macht sichtbar, was im Alltag oft leise bleibt: Ein Leben kann lang oder kurz sein, stabil oder von Angst geprägt, und trotzdem ganz, wertvoll und würdig sein. Das Kinderhospiz schenkt Kindern und Familien, die mit schweren Krankheiten, Verletzlichkeit und Unsicherheit leben, kleine Momente von Ruhe, Nähe und Leichtigkeit.
Nach gewissen Erfahrungen verändert sich der Massstab des Lebens. Ein ruhiger Atemzug, eine ganze Nacht Schlaf, eine Mahlzeit ohne Eile, ein singendes Kind oder eine gehaltene Hand sind dann keine Nebensachen mehr, sondern Ereignisse. Vielleicht heisst leben genau das: präsent sein, Beziehungen pflegen, solange Zeit dafür da ist, und verstehen, dass vieles gemeinsam getragen werden kann.
Den ganzen Text finden Sie hier.
