Nach dem Podium: mein JA ist klarer geworden

von Mario Solis, Pfaffhausen

Am Dienstagabend war ich in der Zwicky-Fabrik an der öffentlichen Podiumsdiskussion zur Ausgliederung der Gemeindewerke Fällanden.

Zuerst möchte ich den Teilnehmenden des Podiums danken. Sie alle nahmen sich Zeit, ihre Sichtweisen darzulegen, Fragen aus der Bevölkerung aufzunehmen und ein Thema zu diskutieren, das für die langfristige Versorgung und Infrastruktur unserer Gemeinde wichtig ist.

Ich ging mit einer klaren Haltung ans Podium, aber auch um zuzuhören. Nach der Diskussion ist mein JA noch klarer geworden.

Für mich geht es weniger um die Frage «AG oder nicht AG». Entscheidend ist, ob Fällanden bei Strom, Wasser und Wärme Strukturen hat, die professionell, handlungsfähig und langfristig tragfähig sind.

Eine gemeindeeigene Werke AG verbindet aus meiner Sicht drei zentrale Elemente: Öffentliches Eigentum, strategische Steuerung durch die Gemeinde und professionelle operative Führung.

Die Gemeinde bleibt Eigentümerin und definiert den strategischen Rahmen. Der Betrieb erhält mehr Beweglichkeit, um Projekte rascher vorzubereiten, Investitionen gezielter zu planen, Fachkräfte zu gewinnen und auf Entwicklungen im Energie-, Wasser- und Wärmebereich schneller reagieren zu können.

Wichtig ist dabei die klare Trennung der Rollen. Die Politik definiert das Wofür: Versorgungssicherheit, Qualität, Nachhaltigkeit, finanzielle Verantwortung und den Dienst an der Bevölkerung.

Die Werke verantworten das Wie: Technische Umsetzung, Planung, Personal, Projekte und operative Entscheide innerhalb des vorgegebenen Rahmens.

Eine solche Struktur trägt dann, wenn sie von starker Governance begleitet wird. Dazu gehören eine klare Eigentümerstrategie, ein fachlich kompetenter Verwaltungsrat, transparente Berichterstattung, nachvollziehbare Finanz- und Investitionsplanung sowie demokratische Kontrolle durch den Souverän.

Für mich lässt sich der Kern so zusammenfassen: Eine gemeindeeigene Werke AG macht dann Sinn, wenn sie mehr Handlungsfähigkeit schafft und gleichzeitig die öffentliche Verantwortung stärkt.

Darum stimme ich JA zur Ausgliederung der Gemeindewerke.

Den ganzen Beitrag findet ihr hier:

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