von Brigitte Grüniger, Fällanden
Die Sommerferien sind vorbei und die Einwohner und Durchreisenden von Fällanden sind alle, hoffentlich wohlbehalten, in ihren Alltag zurückgekehrt. Soweit die Normalität. Was allerdings auch wieder zurückgekehrt ist, ist der Dreck auf den Strassen, der Müll auf den Wiesen und Feldern, die Rücksichtslosigkeit auf den verschiedensten Spazierwegen und die Unfreundlichkeit bei den verschiedensten Begegnungen.

Kleiner Vorgeschmack: Am Wochenende vom 28.-30. August 2026 fand in Fällanden das jährliche Sommerfest statt. Neben den üblichen Attraktionen waren natürlich auch die Food-Stände mit ihrem Angebot vertreten. Wie man auf dem sonntäglichen Spaziergang unweigerlich an den vermüllten Wiesen rund um die Sitzbänke im Bereich der Schulhaussstrasse usw. erkennen konnte.
Selbstverständlich hat die Gemeinde diesen Müll am Montag vorbildlich entsorgt, so dass man ab Mittag wieder fröhlich über die Felder spazieren konnte. Die Frage ist jedoch: Wieso lässt man den Abfall überhaupt auf dem Boden liegen? Zu finden waren PET-Flaschen, verdreckte und benutzte Servietten, Papiertragetaschen mit Kartonfoodtellern, leere Chipstüten, Schokoladen- und Zältlipapier usw. Wieso scheint es in der heutigen Zeit so schwer zu sein, den Abfall aufzuheben und 10 Meter weiter in den Papierkorb zu entsorgen? Seit dem 1. August 2026 ist auf Bundesebene ein nationales Bussenregime gegen Littering eingeführt worden. Wie wird dies zukünftig in Fällanden umgesetzt? Wer trägt Sorge zu unserer Umwelt? Wo bleibt der Respekt gegenüber den Mitmenschen, die sich an der Natur erfreuen wollen und nicht nur Müll bestaunen?
Wo ist die Rücksichtnahme gegenüber den Hundehaltern, die ihren Hund nicht von der Leine lassen können, da er ev. einen kleinen Happen für zwischendurch findet und diesen, zu seinem Leid, verschluckt? Klar kann jetzt jeder sagen, du musst halt deinen Hund unter Aufsicht haben, am besten gar nicht mehr von der Leine lassen. Wenn dich der Müll stört, kannst du ihn selber auflesen und entsorgen oder woanders entlang spazieren gehen. Aber wieso wird ein derartiges Verhalten stillschweigend akzeptiert?
Wie wäre es mit einer Infokampagne, gerne in den verschiedensten Sprachen, die dem Mitbürger in Erinnerung ruft, was früher selbstverständlich war. Trag Sorge zu deiner Umwelt!
