Mit Interesse nimmt «Inside Fällanden» die Medienmittelung des Gemeinderates Fällanden vom 15. September 2026 zum Thema zur Kenntnis:
«Der Gemeinderat Fällanden möchte die lokale Berichterstattung fördern und der Bevölkerung gleichzeitig einen unabhängigen Kanal für eigene Beiträge und Meinungen zur Verfügung stellen. Er hat darum die Leitplanken für eine kompakte Gemeindepublikation definiert und wird in den kommenden Monaten eine Submission für die Vergabe des Produktionsauftrags durchführen.»
«Inside Fällanden» nimmt dazu als direkt betroffener Verein Stellung:
2019 wollten sechs idealistische Fällander eine Möglichkeit für die Bürger schaffen, sich auf einer behördenunabhängigen, neutralen, zensurfreien Plattform zu äussern im Rahmen der Gesetze. Auslöser war die Erkenntnis, dass die (Gemeinde-)Behörden aufgrund ihrer Autorität weit bessere Ausdrucksmöglichkeiten haben als die Bürger, was namentlich vor Gemeindeversammlungen und bei ungleichen Meinungen des Gemeinderates und der Bevölkerung oder von Teilen derselben ungünstig ins Gewicht fällt.
Im Frühjahr 2020 ging die Plattform inside-faellanden.ch (IF) online und erfreute sich sofort regen Zuspruchs. Einige begeisterte Reaktionen sind noch heute einsehbar.
Heute besteht IF schon über sechs Jahre und ist daran, den beteiligten Personenkreis zu erweitern.
Von Beginn an waren immer wieder behördenkritische Beiträge zu lesen zwischen anderen Texten zum Gemeindeleben. Schnell wurde anonym der Vorwurf erhoben, IF sei eine «Motzer»-Plattform. Dabei kommentiert IF lediglich Fehlentwicklungen zulasten der Bevölkerung.
Der «Glattaler» benannte «Inside Fällanden» sogar als «Kratzbürstige Meinungsplatform».
Ein unabhängiges Gefäss ist aber nicht nach dem Gusto des Gemeinderates. IF wird behördlich ignoriert, und es wird kolportiert, dass die Partei des Gemeindepräsidenten einen Boykott beschlossen habe, obwohl der Vereinspräsident von IF mehrmals eine mögliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde angesprochen hatte. Eine Antwort erfolgte nie.
In den am 9. Mai 2023 publizierten Legislaturzielen 2022-2026 beschloss dann der Gemeinderat, bis Ende 2024 eine «digitale Austauschplattform einzuführen.
Dieser Termin verstrich und am 2. Juni 2025 veranstaltete der Gemeinderat eine Podiumsdiskussion zum Thema «Gemeindepublikation». Die Bespielung des «Glattalers» mit Kosten von CHF 20–30’000 reichte nicht.
Der Gemeindepräsident fand an diesem Abend durchaus lobende Worte für IF und wird vom anwesenden Journalisten wie folgt zitiert: «Es ist genial, was da aufgebaut wurde. Das Portal ist technisch super…». Um dann zu folgern: «»Inside Fällanden» erfüllt eine wichtige Aufgabe, läuft in dieser Diskussion aber ausser Konkurrenz».
Aha.
Der Journalist kommt am Ende der Veranstaltung zum Schluss: «Doch zu welcher Lösung tendierte das Publikum im Saal? Eher nicht zu einer eigenen Dorfzeitung; zu aufwendig, zu teuer».
Der Gemeinderat kommt in seiner Medienmitteilung vom 15. September nun in Abweichung davon zum Schluss: «Die angeregte Diskussion zeigte, dass eine umfassendere Berichterstattung über das Gemeindeleben im Grundsatz begrüsst wird…».
